...endlich ist es wieder soweit.... die Krippenbauer haben ihr Werk begonnen...



Bereits seit vielen Jahren engagiert sich mit großem Einsatz ein Team von Schmidter Krippenspezialisten um die Herrichtung der Weihnachtskrippe in der Pfarrkirche St. Hubertus.





Nachdem an unseren Krippenfiguren nach einigen Jahrzehnten erhebliche Verschleißerscheinungen aufgetreten waren, haben die Frauen des Krippenbauvereins in Absprache mit dem Kirchenvorstand die Figuren restaurieren lassen. Hierzu mussten u. a. die Spanngummis der Gelenke, fehlende Körperteile, sowie der Farbton in einem entsprechenden Farbbad erneuert werden. Außerdem wurden zur besseren Standfestigkeit der Figuren neue Ständer erworben.



Wir hoffen, dass wir jetzt wieder lange Freude an unseren überarbeiteten Krippenfiguren haben werden und können hier nun wieder ganz aktuell verfolegn, was die Krippenbauer in der diesjährigen Adventszeit bauen, basteln, dekorieren....



Pünktlich zum ersten Advent machen sich Maria und Josef in unserer Pfarrkirche auf den Weg nach Bethlehem.





Zum zweiten Adventswochenende beginnen die Männer schon Freitags morgens mit den Aufbau der Krippe. 

Hierbei gilt es einen Unterbau zu konstruieren, Vorhänge aufzuhängen und die Krippe aufzustellen und auf Position zu bringen

Das fleißige Männerteam  (auf dem Foto fehlt Georg Offermann)

Nach Mittag kommt dann das Frauenteam dazu und beginnt die Puppen und Figuren zurecht zumachen.


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Hand in Hand entsteht in stunderlanger Arbeit wieder eine wunderschöne Krippenlandschaft...


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Mit liebevollem Auge fürs Detail wird Moos verteilt, werden Schafherden mit ihren Hirten aufgestellt, der Stall mit Stroh ausgekleidet usw.

 

 

 



am am Ende nähern sich  Maria und Josef immer mehr Richtung Stahl in Betlehem ....



  

 

 

 


Die Fotos aus dem jahr 2015 und 2016 sind zu finden unter  Fotogalerie/ Krippenbau   


 

Geschichte der Weihnachtskrippen   von Konrad Schöller

In den römischen Katakomben stieß man auf bildliche Darstellungender Geburt Jesu, die aus dem 6. Jahrhundert stammen, so z. B. die Abbildung eines Wickelkindes zwischen Ochs und Esel. Eine erste"plastische" Veranschaulichung der Geburt Christi geht auf Franz von Assisi zurück, der im Jahr 1223 in einer Höhle im Wald von Greccio in Italien zum Christfest eine Futterkrippe miteinem Kind - eingerahmt von einem lebendigen Ochs und Esel -aufstellte.

Die älteste erhaltene Krippe stammt aus dem Jahr 1291. Sie befindet sich- aus Alabaster gefertigt - in einer Seitenkapelle der Kirche Santa Maria Maggiore in Rom. Eine plastische Ausgestaltung und systematische Verbreitung von Weihnachtskrippen erfolgte dann in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts durch die Jesuiten. Sie legten den Grundstein für plastische Kirchenkrippen auch in Deutschland, die insbesondere in der Barockzeit immer prächtiger ausgestaltet wurden. Sie blieben aber bis Ende des 18. Jahrhunderts weitgehend auf den Raum der Kirchen beschränkt.

Unter Kaiser Joseph II. kam es im Zuge der Aufklärung zum Verbot der Präsentation von Krippen in den Kirchen. Daraufhin wurden viele Krippen aus den Kirchen entfernt. Aber das "einfache Volk" ließ sich seine Krippen nicht nehmen: Sie fanden nun ihren Weg in die Stuben der Bürger, Handwerker und Bauern.

Mit zunehmender Verbreitung der Aufstellung von Krippen zum Weihnachtfestkam es im 19. Jahrhundert zu einer regelrechten "Krippen-Manufaktur".In den holzreichen Regionen von Böhmen und Mähren und später auch in Südtirol und Oberbayern verdienten sich Bewohner ganzer Landstriche in den langen Wintermonaten ein Zubrot durch dasSchnitzen von Krippenfiguren, die dann im Frühjahr häufig durchwandernde Handwerksburschen in die Städte zum Verkauf gebracht wurden. Durch die Verwendung einfacher Materialien wie Pappmachéoder Press-Papier wurden die Krippen zunehmend auch für ärmere Bevölkerungsschichten erschwinglich.

Im Zuge der Verbreitung des Evangeliums durch christliche Missionare haben sich Weihnachtskrippen inzwischen in aller Welt etabliert. Sie sind inzwischen ein multikulturelles und globales Phänomen. Überallwo Christen ihren Glauben leben, versuchen die Menschen ihrer Vorstellung von der Geburt Christi Ausdruck zu verleihen: In den südamerikanischen Anden das Jesuskind mit einem Inka-Mützchen, beiden Suomi in Finnland in einem Rentierhaut-Zelt, in Japan Maria und Joseph in Samurai-Tracht oder in Schmidt mit einem Krippenstall intypisch rustikalem Eifelstil.

Die Bedeutung der Krippenfiguren  

Den zentralen Mittelpunkt jeder Krippendarstellung bildet das gerade geborene Jesuskind, das in einem kargen Stall im Stroh einer Futterkrippe liegt. Es versinnbildlicht Gott, der in völliger Armut zum Menschen geworden ist. Die ärmliche Szenerie wird durch die oftmals spärliche Bekleidung des Jesuskindes noch unterstrichen.

Mit ihrem jungen Erscheinungsbild verkörpert seine Mutter Maria ihre Unschuld. Sie kniet oder sitzt betend neben der Krippe.

Jesu Ziehvater Josef wird als alter Mann dargestellt, was die Jungfräulichkeit von Maria hervorheben soll. In den meisten Fällen steht er aufrecht, stützt sich auf einen Stab oder hält eine leuchtende Laterne. Auf diese Weise fungiert er als Beschützer der jungen Familie. Josef gilt aber auch als "Hüter des Lichts", das durch die Geburt von Jesus in die Welt kam.

Der Ochse und der Esel erscheinen in der biblischen Weihnachtsgeschichte nicht. Dennoch haben sie in Krippendarstellungeneinen festen Platz und verkörpern zwei Glaubensrichtungen. Dies sind zum einen das Judentum und zum anderen der Islam. Es gibt aber auch Auslegungen, die den Ochsen als "reines"Tier und somit Sinnbild des Volkes Gottes (Christentum) verstehen, während der Esel als "unreines"Tier gilt und alle anderen Völker (Heiden) symbolisiert. Beide Tiere sind Lastentiere und zeigen an, dass auch Jesus viele Lasten seiner Mitmenschen übernahm.

Die aus dem einfachen Volk stammenden Hirten erscheinen immer zusammen mit Schafen, Lämmern und Hunden. Schafe und Lämmer sind Opfertiere und symbolisieren das "Opferlamm" Jesus, der durch seinen Tod am Kreuz die Menschheit erlöst.

Die Hirten fungieren als Überbringer der Opfertiere und stehen zusammen mit ihren Hütehunden, oftmals Schäferhunden, für Verantwortungsbewusstsein und Wachsamkeit. Im Team halten sie die Herde zusammen. Gleichzeitig stehen die Hirten aber auch für Offenheit, da sie dem Verkündigungsengel zuhörten, und für Aufbruch, da sie sich nach Erhalt der Engelsbotschaft auf den Weg nach Bethlehem machten. Hirten werden in unterschiedlichen Altersstufen dargestellt. Es gibt alte, junge, mittelalte und kindliche Hirtenfiguren. Dies soll die verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen versinnbildlichen, die das Geschehen der Heiligen Nacht erlebten.

Die drei Weisen aus dem Morgenland sind Caspar, Melchior und Balthasar. Sie überbringen Geschenke in Form von Gold, Weihrauch und Myrrhe und gelten als Vertreter aller Nationen in den drei damals bekannten Erdteilen Afrika, Europa undAsien.

Mit seiner dunklen Hautfarbe symbolisiert der junge Caspardie Menschen in Afrika. Er überbringt Myrrhe, deren bitterer Geschmack das spätere Leiden und den Tod Jesu Christi verdeutlichen soll.

Der alte Mann mit langem Bart ist Melchior, der zusammen mit seinem Pferd für den Kontinent Europas steht. Melchior ist der Überbringer des Goldes, das das Königtum von Jesus verkörpert.

Balthasar schließlich erscheint als Mann im mittleren Alter, der ein Gefäß mit Weihrauch überreicht. Er vertritt den Kontinent Asien, wobei der Weihrauch für Gebet und Opfer steht.

Obwohl die Bibel im Zusammenhang mit der Heiligen Nacht keine Könige erwähnt, wird heute vielfach von den Heiligen Drei Königen gesprochen. Darüber hinaus bleibt die Weihnachtskrippe in vielen Familien bis zum Dreikönigstag am 6. Januar stehen. Und die Sternsinger wiederum überbringen den Segensspruch "Christus Mansionem Benedicat" (Christus segne dieses Haus), wobei die drei Buchstaben „CMB“ von vielen Menschen als Anfangsbuchstaben der Namen der drei Weisen ausgelegt werden. Diese drei Namen wurden erstmals im 11. Jahrhundert verwendet.

Teil jeder Weihnachtskrippe ist mindestens ein Verkündigungsengel. In manchen Fällen hält der Engel ein Spruchband mit dem Ruf "Gloria inexcelsis deo" in den Händen. Engel verkündeten den Hirten die Geburt Jesu.